Benimmregeln: 10 Dinge, die man in Frankreich besser vermeidet

Ob das künstlerische Paris, die Küste von Marseille oder Provence mit seinen duftenden Lavendelfeldern: Frankreich hat eine gewaltige Vielfalt an Landschaft und Kultur, gutem Essen und herrlichen Düften zu bieten. Auch deswegen gehört es zu den weltweit beliebtesten Reisezielen. Damit man seinen Urlaub genießen und guten Kontakt zu den Einheimischen aufnehmen kann, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Denn die Franzosen legen auf Vieles wert, über das man sich bei uns weitaus weniger Gedanken macht oder einfach anders handhabt. Hier tritt man schnell mal in ein Fettnäpfchen. Die folgenden 10 Dinge sollte man in Frankreich besser vermeiden.

1. Wangenkuss zur Begrüßung

Man sieht häufig in Frankreich, dass sich die Menschen mit einer Art Wangenkuss begrüßen. Das tun aber nicht alle Menschen untereinander, sondern üblicherweise nur Bekannte und Verwandte. Distanzierter ist die Begrüßung per Handschlag. Die Hände werden dabei nicht geschüttelt. Der richtige Händedruck ist wie man ihn aus Deutschland kennt: Weder das Gegenüber eine Kneifzange, noch einen toten Fisch in der Hand halten. Die Begrüßung erfolgt mit persönlicher Anrede, also anders als bei uns. Zum Beispiel sagt man “Bonjour, Mesdames” oder “Bonjour” und den Namen dahinter. Ein einfaches “Bonjour” wirkt unterkühlt und unhöflich. Ein Grinsen oder Lächeln mit geöffneten Lippen macht auf die Franzosen einen seltsamen Eindruck und sollte vermieden werden. Das Duzen ist erst angebracht, wenn man sich bereits länger kennt.

Tipp: Der richtige Kuss! Sollte es doch mal zum Begrüßungskuss kommen, wird dieser zwei bis viermal auf die Wange angedeutet, beginnend auf der rechten Seite. Die Lippen berühren die Haut dabei nicht. Geküsst wird also die Luft und nicht die Wange selbst.

2. Französisch vermeiden

Den Franzosen ist es wichtig, dass man sie und ihre Sprache wertschätzt. Darum sollte man zumindest ein paar Sätze französisch sprechen können. Oft wird behauptet, dass Franzosen sich aus Arroganz weigern würden, englisch zu sprechen. Viele tun sich jedoch einfach nur schwer mit der Fremdsprache.

3. Selbstständig einen Platz im Restaurant suchen

Wer in Frankreich ein Restaurant betritt, der muss erst warten, bis der Kellner ihm einen Platz zuweist. Erst dann setzt man sich. Das gilt nicht für Cafés und Bars.

4. Schlechte Tischmanieren

Gute Manieren sind das A und O in Frankreich. Dies gilt insbesondere im Restaurant. Der Kellner wird nur mit Handzeichen hergewunken und nicht gerufen. Die Hände sollten sich immer sichtbar auf dem Tisch befinden. Die Suppe zu schlürfen, gilt als Frevel. Ein Salat wird niemals klein geschnitten. Das Trinkgeld liegt zwischen 5 und 10 %. Am besten plant man vorab mit 15 %, wie es in Gaststätten üblich ist.

Tipp: Stilles Wasser bestellen! Wenn man im Restaurant eine Flasche Wasser ordert, erhält man nur Sprudelwasser. Wer ein stilles Wasser bevorzugt, bestellt sich un verre d’eau oder de l’eau. Das stille Wasser ist in der Regel gratis.

5. Getrennte Rechnung

Während es hier normal ist, dass sich mehrere Personen die Rechnung teilen, ist es in Frankreich absolut unüblich. Dortübernimmt ein Gast die Rechnung und teilt sie anschließend mit den anderen Beteiligten auf.

6. Jogginganzug im Restaurant

Die meisten Franzosen, ganz gleich welcher Schicht sie angehören, legen viel Wert auf ein gutes Erscheinungsbild. Es versteht sich dadurch von selbst, dass man im Jogginganzug kein Restaurant betreten sollte. Wenn man sich nicht gerade wirklich sportlich betätigt, ist ein etwas schickeres legeres Outfit zu empfehlen.

7. Nackt in die Sauna gehen

Grundsätzlich hat der Franzose nichts gegen nackte Körper. An manchen Stränden und Seen gibt es auch FKK-Zonen. Wer eine Sauna nutzen möchte, sollte aber seine Badesachen anbehalten oder den Körper zumindest mit einem Handtuch verdecken. Über Ausnahmen kann man sich gegebenenfalls vorab informieren.

8. Einen Baiser bestellen

Ein Baiser ist hierzulande der Name eines leckeren Schaumgebäcks aus gezuckertem Eischnee. Erfunden wurde es von einem italienischen Konditor in der Gegend von Bern. Der Name Baiser soll auf die englische Königin zurückgehen, die das Schaumgebäck mit einem Kuss verglich. Diesen Namen verwendet man in Frankreich aber nicht. Basier bedeutet im Französischen Kuss und es wird auch als Synonym für den Beischlaf verwendet. Es liegt auf der Hand, dass man einen Verkäufer also nicht nach einem Baiser fragen sollte. Wer das süße Schaumgebäck bestellen möchte, sagt dazu Meringue. So sagen es übrigens auch die Schweizer.

9. Einen Zebrastreifen so nutzen, wie man es aus Deutschland kennt

Wer in Deutschland auf einen Fußgängerüberweg tritt, muss zwar achtsam sein, erlebt aber in den meisten Fällen, dass die Autofahrer anhalten und warten. Hier hat nämlich der Fußgänger immer Vorfahrt. Grundsätzlich ist es zwar in Frankreich nicht anders, aber die Autofahrer fahren zumeist ungehindert weiter, wenn nicht deutlich zu erkennen ist, dass ein Fußgänger im Begriff ist, die Straße zu überqueren. Wer an einem Zebrastreifen steht, sollte per Handzeichen erkennbar machen, dass er herüber gehen will und geduldig abwarten, bis das nächste Auto hält. Das kann schon mal eine Weile dauern. Im Glücksfall kommt ein Einheimischer dazu, der genau weiß, wie er sich für den Autofahrer bemerkbar machen kann.

10. Das “Okay”-Zeichen machen

Wer Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis zusammenführt, signalisiert in Deutschland, dass alles in Ordnung ist. Wer dasselbe in Frankreich tut, der beleidigt damit sein gegenüber als “Null”.

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